Wie das Leben so spielt oder die Sache mit dem Wohnen

Solange keine Zeit gefunden, obwohl ich es wollte… so wenig Zeit für das was ich liebe und durchaus frustriert deswegen. Ich wollte Euch so viel Genähtes zeigen, doch mir fehlt immer wieder die Zeit.

Viele haben sich mit uns für das finden des Hauses gefreut, von außen ist es ein kleiner Traum. Innen schaut die Welt jedoch ganz anders aus und so ist es dass wir in 4 Monaten ständig irgendwo Arbeit haben, selbst das Anbringen eines Regals benötigt ewig damit einem die Wand nicht entgegenfällt. Von runterfallenden Heizkörpern; Ablesegeräte, die immer noch nicht angebracht wurden und gerade auch vor Einzug die Woche schrubben und putzen damit ein Kind sich hier bewegen kann, weil das die Vormieterin nicht so ernst nahm mit der Hygiene habe ich nie erwähnt. Eine Tür nach hinten, die ewig nicht abschließbar war, einem Grundstück dass unentwegt von den Leuten befahren wird um zum Pferd hinten zu gelangen und offenen Toren, die immer wieder nicht geschlossen werden. Den überquellenden Briefkasten, weil man zu „faul“ ist seine Post zu überprüfen, erachte ich mittlerweile ebenfalls als absolutes NOGO. Hätte nie gedacht, dass mich sowas mal stören würde, aber wenn dieser bei der eigenen Einfahrt hängt und die Post immer wieder draußen von der Person liegt, ja dann schaut es wie ein Müllhaufen aus und das kann ich nicht leiden. Ich bin kein Jammerkind. Der Mann hat einige Urlaubstage des Jahres verbraucht für wichtige Termine mit dem Vermieter, ohne Jammern und ohne wenn und aber. Allein die kommende Woche heißt es wieder Dienstplan schieben und Minus machen. Minus für eine Familie mit 4 Kindern. Der Kammerjäger kommt Dienstag. Am Mittwoch eine Firma wegen der Ablesegeräte (endlich! Eigentlich sollte das zum Einzug gemacht werden; dann hieß es sie heizen auf Kosten des Hauses solange, mittlerweile heißt es wir rechnen das dann mit einer Pauschale ab) und der Vermieter kommt auch. Muss ja gemacht werden, aber es summiert sich. Achja der Heizungsmensch, der die Heizung wieder an die marode Wand bringen soll, sollte auch dann mal bald kommen. Oder auch nicht? *hmm*

Unser Vermieter ist wirklich ein herzlich, netter Mensch und bemüht sich stets die Mängel anzugehen und ich dachte echt von Beginn „ach toll das wird was“. Aber er ist eben auch schon was älter und hat noch nie vermietet und keine Ahnung und ist in allem langsamer. Ich bin da etwas verwöhnt mit unseren alten Wohnorten. Aber auch das habe ich hingenommen mit einem „Alles gut, das wird schon“. Reicht das nett sein um in so einem Haus dauerhaft zu wohnen, vor allem mit 4 Kindern? Die Frage stellt sich immer mehr, so dass wir heute ein Haus besichtigen waren, dass nagelneu zum Vermieten online stand. Eine Seltenheit in dieser Gegend. Allerdings auch nicht ganz so dicht am Wasser, wie aktuell sondern am Stadtparkrand von Oldenburg Holstein, dafür mit Isolierung, herrlich hellen Kinderzimmern (auch schön groß), ein Arbeitszimmer für mich, sehr netten Vermietern, die scheinbar auch sehr bemüht um ihren Mieter sind und weniger Grundstück dafür keinen Sorgen, dass morgen wieder was kaputt ist, was runterfällt oder irgendwer vorbeikommen will zu einem Termin. Denn zu all dem sollte man wissen, dass wir trotz unglaublich vielen Mängeln volle Kaltmiete von einem Mietpreisspiegel für Heiligenhafen von einem modernen Einfamilienhaus zahlen! Man muss ja aber nun einmal sagen, dass dies ein funktionierendes, moderndes Haus erwarten lässt. Vielleicht sehe aber nur ich das so?! Die Mängel  hier sind jedoch ewig lang und es fängt bei einem absackenden Carport mit löchrigem Dach an. Geht über eine Spiegelglatte Eingangstreppe auf der das Wasser stehen bleibt bei Regen, weil falsch gebaut; bis hin zu Ratten hinten, wovon eine in den Wintergarten gebuddelt kam und ich nun meinen allerliebsten teuren, blauen Teppich entsorgen darf. Ja ich bin empfindlich bei diesen Tieren!  Und dieses kleine Vieh hat das Fass für mich auch zum überlaufen gebracht. Mein Baum sollte dort stehen, er liegt noch im Carport, weil man den Wintergarten nicht betreten kann aktuell. Sorry aber kurz vor Xmas unglaublich grausam für mich. Ich dachte ich kann gewisse Mängel übersehen, es ist ein altes Haus. Das hat seinen Charme und seine Probleme aber bei vielen Dingen kann ich es zu solch einem Mietpreis eben doch nicht übersehen. Die Stromleitungen will ich gar nicht erwähnen, auch die draußen verbuddelten^^

Hinzu kommt die zukünftige Erbin, denn unser Vermieter ist schon älter. Ihr kennt die Menschen, die viel erzählen, Künstler und das war es? Was man alles angeblich machen möchte und was man am Ende tut, sind dann doch 2 Seiten. Habe ich zuvor nie erlebt, aber man kommt damit durchs Leben. Sicher jedoch nicht bis zum Ende. Ich könnte Euch Dinge erzählen, da schlackern einem die Ohren aber der Anstand verbietet es mir. Sowas tut man nicht.

Wo zieht man also die Grenze für sich selbst, was man dulden kann und möchte? Viel Platz für die Kinder draußen und im Haus selbst stets nur Ärger oder kleinerer Garten und dafür innen schön und lange dort wohnen mit scheinbar netten Vermietern, die sogar auch mal Kinder bekommen wollen. Ich baue und bastel mit meinem Mann wirklich gerne. Ich repariere, ich kümmere mich, aber wenn ich mit 4 Kindern zu nichts anderem mehr komme, nicht mal selbst zum wirklich arbeiten, dann sollte man dies ändern oder?

Wie seht ihr das?

 

Bis Morgen kann ich es mir überlegen, dann sollte man Bescheid geben. Natürlich weiß ich nicht, ob man es bekäme, denn Viele schauen es sich an. Aber das ändert ja nicht daran, ob man es will?! Achja die Kids könnten weiter mit dem Bus zu ihren Schulen fahren!

  1. Ich würde das neue Haus sofort nehmen! Ratten im Haus? Das geht gar nicht, da bin ich auch empfindlich. ich drücke dir alle Daumen.

    • Brigitte

      Ratten würde ich die Krise kriegen. Nicht zuvergessen, sie können Krankheiten übertragen

  2. Michaela

    Die Frage hast Du Dir mit dem Post eigentlich schon selber beantwortet ;-).
    Alles Gute!
    Michaela

  3. Ohje, das tut mir leid für dich. Ich drück dir die Daumen das ihr bald eine Lösung findet die euch ein heimeliges Heim finden lässt. Ansonsten kommste wieder her :*

  4. Uah, spätestens bei den Ratten hatte ich Fluchtgedanken. Wie schade. Ich drück die Daumen für die Alternative.
    Viele Grüße, Anne.

  5. Lass dich bzw. euch nicht unterkriegen! Wichtig ist, dass ihr zusammen haltet und das zählt. Dann schafft ihr den Rest auch. Manchmal muss man die Reißleine ziehen aber hört vorher in eure Herzen und dann wisst ihr was zu tun ist. Ich wünsche euch ganz viel Kraft und auch Nerven. Ihr schaukelt das schon…wie man so schön sagt! Soll jetzt aber kein leerer Spruch sein sondern ist ernst gemeint 😉

  6. Ich würd da auch nicht lange überlegen und einen weiteren Umzug in kauf nehmen. Ich drück die Daumen, dass es was wird!

    Grüße aus Bayern
    Daniela

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.