Hamburg meine Perle

Die einen lieben, die anderen hassen Hamburg.  Ich glaub ich bin die neutrale Schweiz. Ich finde Hamburg echt hübsch und es gibt wunderbare Ecken, aber es ist eben eine Großstadt und ich bin eher der „schön wenn ich am Strand allein mit den Kids turnen kann“-Mensch. Ohne Lärm, ohne Stau und ohne viele Menschen. Ein Spaziergang bei uns am Wasser erdet mich und ich liebe es den Wellen zu lauschen und einfach den Sand und das Wasser zu fühlen. Hamburg ist da eher wie Berlin. Es ist groß, es ist überragend und es ist eben auch laut. Es ist schön, aber wohnen wollte ich da niemals.

Bei unserem 2 Tagestrip zum Ende der Herbstferien im letzten Monat haben wir uns u.a. die Speicherstadt & Hafencity angeschaut und natürlich das Zollmuseum. Das war eigentlich Hauptgrund des Ausfluges. Erstmal wenig Stress, etwas erkunden und nicht direkt mega viele Ausgaben haben. Seien wir ehrlich: so ein Ausflug mit 6 ist auch in Hamburg nicht Ohne, wenn man direkt jede Attraktion mitnehmen würde. Außerdem wohnen wir nicht so weit weg und so hebt man sich Dinge wie Miniaturwunderland für ein weiteres „Hallo Hamburg“ auf. Wir waren bisher noch nie mit den Kids in Hamburg, es ergab sich nicht.

Das Zollmuseum ist vermutlich bei den Wenigsten die Anlaufstelle, dabei ist es durchweg interessant! Ich kann Jedem nur empfehlen dort mal einen Rundgang zu machen. Die Kids waren mit Papa auch noch auf dem Zollboot, da schlägt das Zöllnerherz natürlich höher. Vermutlich wäre er ohne uns den ganzen Tag dort geblieben 😉

Durch die Hafencity schlendern ist mit den Kids recht erholsam. Überall was zu staunen und die Freude auf den recht neuen Spielplatz im Grasbrookpark war natürlich allgegenwärtig. Ebenfalls ein Ort wo man den ganzen Tag hätte verbringen können. Sogar für das leibliche Wohl der Eltern in Form von Kaffee ist dort gesorgt. Leider sind so viele andere Kids auf den Fotos das ich Euch kaum was zeigen kann :/ Aber der Spielplatz ist wirklich cool. Nur die Baustellen dort sind echt noch nervig & LAUT. Das wird sich ja mit der Zeit aber ganz sicher geben!

Auf dem Weg zum „Klotz“, entschuldigt Elbphilharmonie, haben wir kurz einen Pizzastop bei Pasta Pasta in der Hafencity gemacht und die sind einfach nur oberlecker. Wir Großen waren etwas genervt von den Kleinen, weil Sie ziemlich durch waren, einer plötzlich krank und sie hatten Null Bock mehr, schon gar nicht drin essen. Und wir hatten echt auch keine Lust mehr in dem Moment. Wir haben uns draußen hingesetzt, denn so kalt war es nun auch nicht und die Kleine konnte auf ihr Wasser und ein paar Boote schauen. Die Inhaber (oder Mitarbeiter?) waren so genial dort und das hob unsere Laune wieder sehr! Aber Achtung, die Pizzen sind riesig oO Die Kinder haben sich jeweils eine geteilt und selbst das war echt zu viel für Sie. Ev. sind wir das aber auch nicht gewohnt? Auf alle Fälle klare Empfehlung!

Danach ging es weiter zum „Klotz“. Ja ich weiß, wir sind Kulturbanausen. Sorry. Dort haben wir eine Mini Treppenkletterpause eingelegt 😉 Denn die Kids fanden das viel cooler !

Geschlafen haben wir übrigens im Meininger Hotel Hamburg in einem Zimmer für 6. Das Zimmer (Familienzimmer) entsprach optisch zwar leider nicht wirklich den Fotos, die man online auf deren Seite sieht, aber es war ok. Da war ich doch etwas enttäuscht. Die Zimmer sahen online farblich echt modern & ansprechend aus. Unser Zimmer war aber leider vollkommen farblos, es hing auch nirgends ein Bild, sondern nur kahle Wände und die Couch wurde vermutlich schon von etlichen Rabauken zum Hüpfen benutzt. Wir mussten am Abend mit müden Kids und Koffer in den 6. Stock laufen, da der Fahrstuhl überhaupt  nicht in die Tiefgarage kam und man immer nur hörte wie die Kids hoch und runter in dem Ding fuhren. Da fragte ich mich schon was wäre, wenn wir ein Kind im Rollstuhl dabei gehabt hätten?
Das Frühstücksbuffet am Morgen hat recht viel rausgerissen, das war mit den Kids nämlich ziemlich entspannt und sie hatten Obst, Müsli und was die Kids so mögen zum Morgen. Das Meininger entspricht eher einer modernen Jugendherberge als einem Hotel und das ist mit 4 Kindern durchaus angenehm, gerade beim Frühstück. Die Kinder konnten zum Buffet sorgenfrei rübergehen und sich nehmen worauf sie gerade Lust haben und selbst wenn sie lachten und mal etwas lauter quatschten, fielen so absolut null auf. Die Mitarbeiter dort sind auch super nett, da gibt es überhaupt nichts zu meckern. Für ein sauberes Plätzchen mit vielen Kids zum Schlafen und einen fairen Preis, also echt eine Anlaufstelle!

Der Morgen startete entgegen dem Wetterbericht auch wieder sehr ideal für uns mit SONNE.

Nach einem ausgiebigem Frühstück ging es dann zu den Landungsbrücken. Wir parkten allerdings wieder hinten im Contipark Parkhaus in der Speicherstadt und holten uns ein Gruppentagesticket für die Öffentlichen. Immer wieder aufregend für die Kinder.

Ab durch den Elbtunnel mit dem Fahrstuhl, im Leben nicht auf den Treppen 😉 Ich oller Angsthase was Treppen ins Tiefe Nichts angeht 😀 Wie sagt der Mann „Bei dir würden Treppen und Häuser aus meterdickem Stahl und Co bestehen.“

Auf der anderen Seite angekommen gibt es eine wundervolle Aussichtsplattform und es gab leckeres Eis für die Kinder, Kaffee für Papa und eine leckere Fritz Limo für die Mama.

Danach ging es eine Runde zu Fuß zum Anleger und mit dem Boot wieder auf die andere Seite und mit der Bahn ab zum Hauptbahnhof. Dort gibt es Dunkin’ Donuts. Immer ein Muss in Berlin und als wir gesehen haben, die gibt es in Hamburg mussten wir da natürlich hin. 😉 Dort gab es dann direkt belgische Pommes für die Kids. Die müssen ziemlich lecker gewesen sein, mein Milchkaffee aber auch 😉 Und wohin nun? Natürlich nochmal in die Hafencity zum Spielplatz und eine Runde Lagnese  Eis dahinter. 

Und kaum zu glauben, aber dann wurde es auch schon wieder dunkel und wir haben uns auf den Weg zu unserem Auto in der Parkgarage gemacht und sind wieder heim gefahren. Wir haben einiges gesehen und etliche Kilometer zu Fuß hinter uns gelassen. Aber Hamburg benötigt doch viele Besuche um allem gerecht zu werden. Der erste Ausflug mit den Kids war jedenfalls stressig, aber doch nett. Und das Wetter spielte mit. Wir haben Vieles in der Speicherstadt und Hafencity gesehen und doch zu wenig. Aber immerhin wollten wir uns keinem Zeitdruck unterziehen.

Beim nächsten Besuch heißt es auf alle Fälle Miniaturwunderland. Das hätte bei den Warteschlangen so einfach nicht geklappt und hätte locker einen halben Tag aufwärts gekostet.

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